Runder Tisch
Angebote von Hochschulen, Wirtschaft, Verwaltung und Verbänden
Der operativ ausgerichtete Runde Tisch erarbeitet Lösungen für einen verbesserten Übergang der Absolvent*innen mit Zuwanderungsgeschichte in das Berufsleben. Teil von ihm sind neben Vertreter*innen der hochschulischen Career Services vor allem Repräsentant*innen aus Verbänden und Organisationen des Arbeitsmarktes sowie des Gründungsökosystems.
Die fachliche Begleitung wird durch das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) durchgeführt.
Die wichtigsten Ergebnisse des Runden Tisches finden Sie hier.
Im Nachbericht zur Sitzung im Mai 2026 finden Sie eine Zwischenbilanz zur Projekthalbzeit.
Zur Pressemitteilung anlässlich der konstituierenden Sitzung des Runden Tisches am 29. März 2024.
Will Studierende mit Zuwanderungsgeschichte in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützen, um ihren erfolgreichen Einstieg in die Berufswelt zu fördern: Der Verbund International Career Service Rhein-Main, dessen Runder Tisch am 19. März erstmals an der der Goethe-Universität tagte (Foto: A. Hoehne).
Unsere fünf Arbeitsgruppen
Arbeitsschwerpunkt
Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit aufenthaltsrechtlichen Fragen während des Studiums und beim Übergang vom Studium in den Beruf.
Moderation
Lars Hollmann, Leitung des Referat Welcome & Housing, Technische Universität Darmstadt
und
Dr. Susanne Jauernig, Kommissarische Gruppenleitung Studienerfolg und Integration, Goethe-Universität Frankfurt
Zentrales Ergebnis
Informationspapier zur Fiktionswirkung und Fiktionsbescheinigung
Das Informationspapier richtet sich an Betroffene und Arbeitgeber. Es erläutert, unter welchen Voraussetzungen ein bisheriger Aufenthaltstitel während der Bearbeitung eines rechtzeitig gestellten Antrags als fortbestehend gilt und welche Bedeutung die Fiktionsbescheinigung als Nachweis hat. Dabei wird auch auf die mit dem bisherigen Aufenthaltstitel verbundene Berechtigung zur Erwerbstätigkeit eingegangen
Zum Informationspapier auf der Website des Hessischen Ministeriums des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz.
Arbeitsschwerpunkt
Die Arbeitsgruppe arbeitet daran, internationale Studierende beim Erwerb alltagsnaher und berufsbezogener Deutschkenntnisse besser zu unterstützen.
Moderation
Jonas Fidler, Geschäftsführer Bildungspolitik, Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V./HESSENMETALL
Zentrales Ergebnis
Empfehlungspapier zur Verankerung von Deutschkursen in englischsprachigen Studiengängen
Während die Zahl englischsprachiger Studiengänge an vielen Universitäten und Hochschulen zunimmt, stellen viele internationale Studierende nach ihrem Abschluss fest, dass ihre Deutschkenntnisse für einen erfolgreichen Übergang in den Arbeitsmarkt noch nicht ausreichen. Um diesen zu erleichtern, empfiehlt der ICS RM die stärkere Verankerung von Deutschkursen in englischsprachigen Studiengängen.
Zum Empfehlungspapier.
Arbeitsschwerpunkt
Die Arbeitsgruppe möchte internationale Studierende und regionale Unternehmen besser miteinander in Kontakt bringen und Karrierewege in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sichtbarer machen.
Moderation
Jens Blank, Leitung der Abteilung Karriere, Stipendien und Preise, Goethe-Universität Frankfurt
Zentrales Ergebnis
Entwicklung des Veranstaltungsformats „Career Connect“
Um internationale Studierende und Absolvierende beim Berufseinstieg zu unterstützen, entwickelte die Arbeitsgruppe das Veranstaltungsformat „Career Connect“. Es bringt Unternehmen ausgewählter Branchen gezielt mit Studierenden entsprechender Fachrichtungen und Studiengänge zusammen.
Die erste Veranstaltung widmete sich der Chemie- und Pharmabranche. Eine zweite Veranstaltung richtete sich an Studierende aus den Bereichen Bauingenieurwesen und Immobilienmanagement. Weitere Veranstaltungen, unter anderem für die Bankenbranche, sind geplant.
Arbeitsschwerpunkt
Die Arbeitsgruppe befasst sich mit den Bedingungen für ein langfristiges berufliches und gesellschaftliches Ankommen in der Rhein-Main-Region.
Moderation
Dr. Christa Larsen, Leitung des Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur der Goethe-Universität Frankfurt
Zentrale Ergebnisse
RAISE – Regionale Angebote für internationale Studierende
RAISE wurde entwickelt, um internationalen Studierenden das Ankommen in der Rhein-Main-Region zu erleichtern. Die digitale Angebotsplattform macht Freizeit- und Begegnungsangebote sichtbar und unterstützt Studierende dabei, die Region und neue Menschen kennenzulernen. Weitere Angebote können zur Aufnahme in die Übersicht vorgeschlagen werden.
Empfehlungspapier zum Standortfaktor Mitarbeitendenwohnen
Im Bereich Fachkräftesicherung wird Wohnen ein zunehmend relevanter Standortfaktor. Viele Arbeitgeber lassen daher das Modell des Mitarbeitendenwohnens wieder aufleben. Mitarbeitendenwohnen kann auch dabei unterstützen, internationale Studierende und Absolvierende langfristig an die Region zu binden.
Zum Empfehlungspapier.
Arbeitsschwerpunkt
Die Arbeitsgruppe entwickelt Ansätze, um internationale Gründungsinteressierte besser zu informieren, zu beraten und mit relevanten regionalen Angeboten zu vernetzen.
Moderation
Dr. Tina Enders, Projektkoordination Startup Sustainable, Hochschule Darmstadt
Zentrales Ergebnis
Leitfaden zur Selbstständigkeit für internationale Studierende
Für internationale Studierende gibt es bei einer selbstständigen Tätigkeit bürokratische Herausforderungen und insbesondere aufenthaltsrechtliche Aspekte zu beachten. Der Leitfaden gibt einen Überblick über wichtige rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen. Er bietet damit eine erste Orientierung für internationale Studierende, die eine selbstständige Tätigkeit aufnehmen oder ein Unternehmen gründen möchten.
Zum Leitfaden.
Ihre Erfahrungen sind gefragt – Die Perspektive internationaler Studierender und Alumni
Internationale Studierende und Alumni wissen aus eigener Erfahrung, welche Bedingungen den Übergang vom Studium in den Beruf erleichtern (könnten) und wo weiterhin Hürden bestehen.
Diese Perspektiven möchten wir stärker in die Arbeit des Runden Tisches und seiner Arbeitsgruppen einbeziehen.
Sie können sich zum Beispiel melden, wenn Sie Erfahrungen mit folgenden Themen gemacht haben:
- Aufenthaltsrecht und Behörden
- Deutschlernen
- Bewerbungen und Berufseinstieg
- Arbeit in regionalen Unternehmen
- Wohnungssuche und Ankommen in der Region
- Gründung und Selbstständigkeit
Wir freuen uns sehr, wenn Sie beim Runden Tisch über Ihre Erfahrungen berichten!
Rückmeldungen sind auf Deutsch und Englisch willkommen.

Aicha Bah-Diallo studierte Politikwissenschaften und Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt. Seit 2019 arbeitet sie bei jumpp – Frauenbetriebe e. V. Jumpp unterstützt seit 1984 Frauen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt sowie ihrem Weg in die Selbständigkeit, insbesondere durch die Beratung von Gründerinnen und Unternehmerinnen zu Fragen der Selbstständigkeit und während aller Phasen des Unternehmens.

Jonas Fidler studierte nach Abitur, Berufsausbildung und -tätigkeit Wirtschaft in Frankfurt. Anschließend war er nach einem Referendariat als Berufsschullehrer tätig, bevor er zu den Arbeitgeberverbänden wechselte. Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) ist der Dachverband der hessischen Wirtschaft. Sie vertritt die Interessen von 86 Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden.

Stefan Hagen studierte Bildungs- und Erziehungswissenschaften. Seit 2021 arbeitet er am PQZ Hessen, das er inzwischen leitet. Das PQZ Hessen verfolgt das Ziel, eine hessenweite Struktur zu etablieren, die internationale Fachkräfte für Gesundheits- und Pflegeberufe findet, sie für den Standort Hessen interessiert und sie bei Bedarf weiterqualifiziert. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber unterstützt das PQZ Hessen in einem strukturierten und individuellen Beratungsprozess.


Björn Krienke studierte Öffentliches Management an der Universität Kassel sowie Verwaltungswissenschaften an der Fachhochschule des Bundes. Als Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit war er in verschiedenen Führungspositionen in Hessen tätig. Ab 2015 arbeitete er als Geschäftsführungsmitglied in den Agenturen für Arbeit Gießen und Frankfurt am Main. Im Februar 2023 übernahm er den Vorsitz der Agentur für Arbeit Frankfurt am Main. Am Standort Frankfurt am Main sind rund 1.000 Mitarbeitende beschäftigt. Ihre Aufgabe ist es, die Existenz von Menschen zu sichern und sie bei der Integration in Arbeit und Berufsleben zu unterstützen.

Mona Mozayyani studierte Musik- und Erziehungswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt. Seit 2023 arbeitet sie im Bereich der Flüchtlingshilfe. Am Runden Tisch des International Career Service Rhein-Main kann Sie mit weiteren derzeit und ehemals Studierenden die Perspektive der internationalen Studierenden einbringen.

Daniel Schrapp, M.A., ist seit 2018 Referent für politische Kommunikation und Nachhaltigkeit beim Arbeitgeberverband HessenChemie. Er studierte zuvor Politik- und Geschichtswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und arbeitete im Anschluss daran als Trainee im Europabüro der Siemens AG in Brüssel. Seit 2023 ist Herr Schrapp zudem TÜV-zertifizierter Nachhaltigkeitsmanager.
HessenChemie vertritt seit der Gründung 1947 die branchenspezifischen arbeits- und sozialrechtlichen Interessen seiner 310 Mitgliedsunternehmen mit 105.000 Beschäftigten.

Anna Strohmann berät und unterstützt Unternehmen dabei, wie sie Fachkräfte rekrutieren, binden und weiter entwickeln können. Ein Schwerpunkt dabei liegt bei der internationale Fachkräftezuwanderung und der Anerkennungsberatung ausländischer Berufsabschlüsse. Die IHK Offenbach am Main vertritt als Körperschaft des öffentlichen Rechts die regionale Wirtschaft des Kreises Offenbach und der Stadt Offenbach am Main.


Das WELCOMECENTER Frankfurt-Rhein-Main ist die zentrale Anlauf-, Service- und Beratungsstelle für internationale Arbeits-, Fach- bzw. Führungskräfte, Auszubildende und Studierende sowie branchenübergreifend für Unternehmen, Betriebe und Verwaltungen im Rhein-Main-Gebiet, mit Interesse an der Beschäftigung und/oder Ausbildung internationalen Personals. Das WELCOMECENTER Frankfurt-Rhein-Main ist Gemeinschaftsinitiative zur Fachkräftesicherung unter Federführung des Landes Hessen, betrieben durch die Agentur für Arbeit Frankfurt am Main in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, dem Regionalverband FrankfurtRheinMain und der FrankfurtRheinMain GmbH.
Dann wenden Sie sich gerne an:
Dennis Schmehl
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur der Goethe-Universität Frankfurt
E-Mail: schmehl[at]em.uni-frankfurt.de